Smart-Meter-Rollout

Gateway-Administration: Starten, nicht warten!

Wir ahnten es längst: Auch der anvisierte Start-Termin für den Smart-Meter-Rollout zum 1. Oktober 2018 wird nicht zu halten sein. Schlichtweg, weil bis dahin die vom Gesetzgeber geforderten drei zertifizierten Gateways nicht verfügbar sein werden – woran schlussendlich der Gesetzgeber selbst schuld ist. Das ruft die Verbände auf den Plan: Der BDEW will eine Taskforce formieren, der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation fordert ein konzertiertes Vorgehen und auch sonst regt sich vielfach der Protest. Manch ein Stadtwerk mag sich jetzt aber auch bestätigt fühlen in seiner Haltung, erst einmal abzuwarten und die Projekte zur Einführung der intelligenten Messsysteme (iMsys) und der Gateway-Administration vor sich her zu schieben. Das könnte sich rächen, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Neue Prozesse erfordern neue Abläufe

Die Smart-Meter-Gateway-Administration ist ein völlig neuer Prozess, den man nicht einfach anschalten kann und danach läuft er problemlos. Auch wenn man diese Aufgabe komplett an einen externen Full-Service-Provider auslagert, müssen die Schnittstellen funktionieren. Und die sind zahlreich: von der Beschaffung über das Lager und das Marketing bis hin zur Arbeitsvorbereitung, dem Workforce Management oder der Abrechnung. Anwender von ENER:GY oder NTS.suite müssen sich dabei weniger um die technische Integration kümmern, denn die bringt die neue P/5 SMGA-Suite von Haus aus mit sich. Aber die Prozesse im eigenen Unternehmen müssen bis zu den Andockpunkten ebenso neu aufgebaut werden wie die „menschlichen“ Schnittstellen. Schließlich müssen die internen Kräfte mit den externen reibungslos zusammenspielen. Schon deswegen ist es absolut sinnvoll, ohne weiteres Abwarten mit den Vorbereitungen für den Smart-Meter-Rollout zu starten. Denn auch die organisatorische Vorbereitung braucht ihre Zeit.

Das erste Gateway ist das schwerste

Erst bei der Installation des ersten Gateways zeigt sich, ob die Prozesse richtig aufgesetzt sind. Und schief gehen kann dabei vieles: Werden die Schritte bei der Installation richtig abgearbeitet? Wird das richtige, für diese Messstelle vorgesehene, Gateway eingebaut? Klappt die Kommunikation mit dem Gateway-Administrator, ohne die eine verschlüsselte Verbindung nicht aufgebaut werden kann? Und das sind nur einige der Fallstricke. Deswegen macht es durchaus Sinn, den Prozess der Gateway-Administration auch mit einem nicht-zertifizierten Gateway erst einmal zu üben, bevor es in die heiße Phase geht. Insbesondere, wenn für den Smart-Meter-Rollout externe Monteure einbezogen werden, die sowohl technisch als auch menschlich in den Prozess integriert werden müssen.

Der wMSB steht bereits vor der Tür

Auch die Erwartung, dass es mit dem grundzuständigen Messstellenbetrieb getan ist, wird mit ziemlicher Sicherheit enttäuscht werden. Denn das Smart-Meter-Gateway ist quasi der direkte Draht zum Kunden. Deswegen stehen nicht nur Lieferanten in den Startlöchern, diese Schnittstelle zu besetzen, auch die Wohnungswirtschaft steht Gewehr bei Fuß. Insofern werden schon bald auch bei kleineren Versorgungsunternehmen die Stückzahlen der ausgerollten iMsys schnell steigen.

P/5 SMGA-Suite im Plan

Es gibt also viele Gründe, zu starten, statt weiter zu warten. Das gilt auch für uns selbst: Die Entwicklung der neuen P/5 SMGA-Suite verläuft mit Hochdruck, die ersten Module sind bereits fertig und werden im Hause getestet. Damit können die Pilotanwender schon demnächst mit der Einführung starten. Auch die Zertifizierung der neuen Betreibergesellschaft Tremondi GmbH, die den Betrieb der P/5 SMGA-Suite als SaaS-Lösung übernehmen wird, verläuft wie geplant. Die beiden redundanten Rechenzentren der Wilken Software Group und der IVU sind ohnehin bereits zertifiziert, ebenso wie der Full-Service-Anbieter MeterPan. Also rufen Sie uns an oder schreiben Sie mir ein E-Mail. Wir sorgen dafür, dass Sie rechtzeitig startklar sind.

 

 

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