Hopp Schwiiz

20 Jahre Wilken AG

Nicht nur die Wilken Software Group insgesamt konnte in diesem Jahr mit dem 40. einen runden Geburtstag feiern. Auch die schweizerische Tochter Wilken AG gehört 2018 zu den stolzen Jubilaren. 20 Jahre Wilken in der Schweiz: Ein Rückblick mit Ausblick im Gespräch mit Davide Savoldelli, dem Geschäftsführer der Wilken AG.

Der Sitz der Wilken AG ist in Arbon am schönen Bodensee. Und eine der Kernkompetenzen der Wilken AG sind Software-Lösungen für den Tourismus. Zufall oder Absicht?

Es ist ein Privileg, dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen!

Grundsätzlich verfügt das Team der Wilken AG aber mehr als nur Tourismus-Kompetenz. Wir sind seit je her in den Bereichen Handel, Energieversorger, öffentliche Verwaltung und Tourismus unterwegs. Mit dem dafür notwendigen Know-How ist auch unser Team entsprechend aufgestellt.

Begonnen hat das ja alles schon in der ersten Hälfte der 90-er Jahre mit einem echten Achtungserfolg. Denn zu den ersten Kunden gehörte die Eidgenössische Finanzverwaltung, also gewissermaßen der Finanzminister. Kein alltäglicher Kunde für einen mittelständischen Softwareanbieter …

Die Eidgenössische Finanzverwaltung war für unser Unternehmen die ideale Referenz. Zu jener Zeit haben wir uns stark auf die kantonalen Verwaltungen fokussiert. Da war das Projekt in Bern sehr hilfreich, um sich als verlässlicher und kompetenter Softwarepartner aus Deutschland im Schweizer Markt zu präsentieren. Zwischenzeitlich haben wir in allen genannten Branchen Kunden gewonnen. Oft handelt es sich um langjährige Partnerschaften – darüber bin ich besonders stolz.

Das Portfolio, welches wir in der Schweiz einsetzen, ist zwischenzeitlich recht umfangreich. Die eigenen Wilken-Technologien spielen dabei nach wie vor eine zentrale Rolle. Ob ERP (Enterprise Resource Planning), Billing, Portale, eMarketing, SmartCard, DMS oder Apps – Wilken ist der ideale Partner. Aus meiner Sicht deshalb ideal, weil der Kunde direkt mit dem Softwarehersteller spricht. Bei uns sind keine Vertriebs- oder Softwarepartner zwischen Kunden und uns.

1998 wurde dann die Wilken GmbH in Freidorf gegründet, nicht weit entfernt vom heutigen Sitz in Arbon. Wie hat sich die schweizerische IT-Welt seitdem entwickelt?

Genauso dramatisch wie in anderen Ländern. Ich behaupte sogar, dass die Schweiz besonders affin für neue und digitale Technologien ist – mehr als andere Länder. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit und Service bei uns sehr hoch – höher als in anderen Märkten. Und dies ist auch die Herausforderung, der wir uns tagtäglich stellen: neue Technologien in Kombination mit kompetenter Beratung und professioneller Projektdurchführung anzubieten, damit der Kunde am Ende einen klaren und ausgewiesenen Mehrwert generieren kann.

Vor welchen Herausforderungen steht die Wilken AG heute?

Mitarbeiter – Digitalisierung – Innovation – das sind für uns mittelfristig die grossen Herausforderungen. Software Business ist People‘s-Business – eine wichtige Aufgabe für uns ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden. In Softwareprojekten haben wir es immer mit Menschen zu tun. Fähige und kompetente Mitarbeiter, die den professionellen Umgang mit Menschen im Griff haben, sind schwierig zu finden. Wir sind daher immer auf der Suche nach fähigen Leuten, die in einem sich stark wandelnden Umfeld Verantwortung übernehmen möchten.

Die Digitalisierung ist in aller Munde – wir digitalisieren schon immer! Ja, klar, die heutigen Möglichkeiten mit neuen Technologien sind grösser. Aber es bleibt dabei: In einem Softwareprojekt ist es immer schon das Ziel gewesen, zu digitalisieren. Ich spüre auf Kundenseite eine gewisse Überforderung – „Was, wo, wann, wie muss/kann ich digitalisieren?“ Wir werden künftig noch näher zu unseren Kunden rücken und ihnen aufzeigen, wie und wo sie KONKRET digitalisieren können und sollen.

Als Technologieunternehmen sind wir auf Innovationen angewiesen. Aktuell spriessen überall neue Technologien aus dem Boden. Hier einen Überblick zu behalten und die richtigen Ideen zum richtigen Zeitpunkt in Kombination mit unseren Softwarelösungen für unsere Kunden bereit zu stellen bleibt die zentrale Herausforderung.

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