Auch in der Corona-Krise: Den Dialog nicht abbrechen lassen

Ganz brutal sind die Event-Veranstalter und Tourismus-Destinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in diesen Tagen durch die Corona-Pandemie von 100 auf 0 zurückgefahren worden. Zahlreichen Betrieben stellt sich die Existenzfrage, zumal nicht klar ist, wie lange der Lockdown andauern wird. Viele stellen sich vor dem Hintergrund dieser katastrophalen Entwicklung die Frage, was noch zu tun bleibt, wenn doch das eigene Produkt, die Region, überhaupt nicht mehr nachgefragt ist. Aus meiner Sicht ist es jetzt entscheidend, den Kontakt zum Gast und Kunden nicht abreißen zu lassen.

In der Krise muss mehr denn je kommuniziert werden

Den Tourismus-Verwaltungen in den Destinationen kommt in diesen Tagen eine Schlüsselfunktion zu. Denn sie sind es, die die Interessen der einzelnen Betriebe bündeln können und eine zielgerichtete Kommunikationsstrategie für die gesamte Destination aufbauen können. Dabei geht es um zwei zentrale Fragen: 

  1. Wie schaffe ich es, mit meinem Gast/meinem Kunden eine sinnvolle Kommunikationsstrecke über die Zeit der Krise hinweg aufzubauen?
  2. Mit welchen Inhalten gehe ich an den Start, wenn die Krise beendet ist?

Gerade letztere Frage wird aus meiner Sicht erfolgsentscheidend sein. Denn wenn es wieder losgeht und die Nachfrage steigt, werden plötzlich alle Destinationen versuchen, möglichst schnell ihre Marktanteile zumindest wieder zu gewinnen und das Geschäft in Gang zu bringen. Am erfolgreichsten werden dabei diejenigen sein, die sich auf diesen Zeitpunkt gezielt vorbereitet haben und während der Krisenzeit eine sinnvolle Kommunikation aufrechterhalten haben. Dazu gehört nicht nur, allgemeine Inhalte bereit zu stellen, die sich generell an alle Gäste und Kunden richten. Es müssen vielmehr differenziert Themen vor- und aufbereitet werden, mit denen die einzelnen Zielgruppen genau dort abgeholt werden können, wo sie durch Corona quasi verlassen worden sind.

Profilierte Kommunikation vorbereiten

Für eine gezielte Kundenansprache sind eine ganze Reihe von Daten notwendig. So müssen etwa Gäste, die ihren Aufenthalt wegen Corona stornieren mussten, ganz anders angesprochen werden, als diejenigen, die ihren Aufenthalt vor Ausbruch der Krise ohnehin ordnungsgemäß beendet hatten. Wiederum andere Strategien müssen für Neukunden aufgebaut werden, also diejenigen, die beispielsweise bislang lediglich Informationsmaterial angefordert oder sich zum Newsletter angemeldet hatten. Dazu kommen persönliche Interessensprofile: Die junge Familie benötigt ganz andere Informationen als Alleinreisende oder Senioren.

Die richtige Vorbereitung

Der Aufbau einer Kommunikationsstrategie ist „Chefsache“. Sinnvollerweise wird deswegen ein Task-Force-Team bestimmt, zu dem auch die Geschäftsleitung gehört. Zum Start erfolgt eine Bestandsaufnahme: Welche Themen könnten während der Krise für die einzelnen Zielgruppen relevant sein und uns helfen, diese Zeit zu überbrücken? Mit welchen Themen können wir für den Neustart nach der Krise die größte Aufmerksamkeit generieren? Dazu kommen Fragen der Datenbeschaffung, beispielsweise die der Stornierungen oder anderer Besucherinformationen sowie die Adresspflege. Auf Basis dieser Ist-Aufnahme wird dann ein Grobkonzept erstellt sowie im Anschluss die einzelnen Maßnahmen definiert und umgesetzt. Schließlich gilt es ein Reporting aufzubauen, mit dem der Erfolg der Kommunikation kontrolliert und bewerten werden kann.

Unterstützung im Zeichen der Krise

Um den Unternehmen und Destinationen in der Krise schnell helfen zu können, hat die Wilken AG beschlossen, Ihre Kunden beim Aufbau der Strategie zu unterstützen, und zwar kostenlos bis und mit Grobkonzept. Im Rahmen eines Corona-gerechten Online-Workshops helfen wir mit unserer Expertise bei der Bestandsaufnahme. Damit steht dann in jedem Fall das Fundament für die weiteren Schritte (Grobkonzept) und die Unternehmen können frei entscheiden, ob sie diese in Eigenregie umsetzen oder weitere Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass der Prozess aufgesetzt und gestartet wird. Denn nur so kann es gelingen, nach der Corona-Krise wieder so schnell wie möglich erfolgreich am Markt zu sein. 

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Kommentare

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Davide Savoldelli

[…] ist. Dieser Ansicht ist auch Davide Salvodelli von unserem Kunden Wilken, der in seinem Blogbeitrag „Auch in der Corona-Krise: Den Dialog nicht abbrechen lassen“ empfiehlt, gerade jetzt und systematisch eine neue Kommunikationsstrategie […]

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März 23, 2020 at 12:46 pm

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