Gesundheitsmarkt

E-Rechnung: Der Countdown läuft …

… vor allem für die gesetzlichen Krankenkassen und Krankenhäuser. Im letzten Quartal diesen Jahres werden diese durch das E-Rechnungsgesetz dazu verpflichtet, Rechnungen elektronisch annehmen und verarbeiten zu können. Das macht durchaus Sinn: Experten schätzen die Kosteneinsparungen der E-Rechnung gegenüber Papierrechnungen auf 60 bis 80 Prozent. Nicht nur die Kostenersparnis spielt eine Rolle, auch die Ökobilanz ist ein wichtiger Faktor. Bedenkt man, dass eine Packung Kopierpapier (500 Blatt) zur Herstellung

  • 7,5 kg Holz
  • 130,2 Liter Wasser
  • 26,8 kWh Strom verbrauchen
  • 2,6 kg CO2 erzeugen

fällt die Ökobilanz für Papierrechnungen nicht ganz so positiv aus.

E-Rechnungsgesetz

Am 1. Dezember 2016 verabschiedete der Bundestag den Entwurf eines Gesetzes über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen, dass sogenannte E-Rechnungs-Gesetz (E-RechG). Ausgangspunkt hierfür war die EU-Richtlinie 2014/55/EU vom 16. April 2014. Diese sieht eine Verpflichtung öffentlicher Auftraggeber vor, elektronische Rechnungen zu akzeptieren, die einem bestimmten EU-Datenmodell entsprechen.
In Ergänzung zum E-Rechnungs-Gesetz (E-RechG) und zur Detailregelung des elektronischen Rechnungsverkehrs erließ die Bundesregierung am 6. September 2017 eine Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung (E-Rechnungs-Verordnung). Die Zielsetzung besteht darin, die Vorteile der Digitalisierung zur Beschleunigung von Prozessen und zur Kosteneinsparung im öffentlichen Auftragswesen zu nutzen.

Was ist eine E-Rechnung?

Den Begriff der E-Rechnung definiert § 4a Abs. 2 E-GovG, § 2 Abs. 1 und 2 E-RechV. Im Wesentlichen ist eine E-Rechnung eine Rechnung, die

  • die in einem strukturierten Datensatz erstellt, übermittelt und empfangen wird
  • in einem Format vorliegt, das die automatische und elektronische Verarbeitung ermöglicht

Dies muss in einem medienbruchfreien Prozess erfolgen. Eine Bilddatei, ein reines PDF-Dokument oder eine eingescannte Papierrechnung sind demnach keine elektronischen Rechnungen im Sinne der europäischen Vorgaben und im Sinne von E-RechG und E-RechV.

Welche Formate der E-Rechnung gibt es?

Als einheitlicher Standard wurde die XRechnung definiert. Darüber hinaus kann auch ein anderer Datenaustauschstandard verwendet werden, wenn dieser den Anforderungen entspricht. Dies erfüllt Beispielsweise auch ZUGFeRD, ein hybrides Format, das aus einem PDF- und einem XML-Teil besteht. Damit kann diese Rechnung sowohl ausgedruckt als auch direkt elektronisch weiterverarbeitet werden und eignet sich damit auch für den Rechnungsaustausch mit Endkunden.

Welche Fristen zur Umsetzung gibt es?

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