Wie kommt die Nachhaltigkeit ins Marketing?

Soll das Marketing erfolgreich sein, muss es seine Botschaften möglichst plakativ an die Frau oder den Mann bringen. Speziell auf Messen sollte etwa auf einen Blick klar sein, was auf diesem Messestand zu sehen ist. Doch Botschaften ändern sich und damit auch die Inhalte auf den Werbebannern. Vielfach werden diese dann einfach weggeworfen und entsorgt. Eigentlich viel zu schade, haben wir uns gedacht und Wege gefunden, mehr Nachhaltigkeit in unser Marketing zu bringen.

Upcycling mit Mehrwert

Werbebanner sind bunt, manchmal großflächig und meist auf hochwertigen Kunststoffgeweben gedruckt. Schließlich müssen sie dem rauen Messealltag standhalten, sind aber bei Außeneinsätzen beispielsweise auch Wind und Wetter ausgesetzt. Damit sind sie eigentlich ein ideales Ausgangsprodukt für ganz andere Einsatzgebiete, bei denen solche Eigenschaften ebenfalls gefragt sind. Während wir bei den Bannerkassetten auf wiederverwertbare Systeme setzen, bei denen lediglich der Stoff getauscht werden muss, wuchsen die Berge an ausgedienten Bannern immer weiter an. Mehr als 90 Quadratmeter Bannerstoff waren bei uns im Wilken-Marketing bis Mitte des Jahres zusammengekommen, aus denen wir nun etwas machen wollten um ein nachhaltiges Marketing umzusetzen.

Im Internet wird man auf der Suche nach Anbietern, die aus Bannerstoffen neue Produkte, wie etwa Notebooktaschen, fertigen, schnell fündig. Nachdem wir uns aber schon seit Jahren in allen Bereichen nachhaltiges Handeln auf die Fahnen geschrieben haben (in diesem Fall buchstäblich), wollten wir auf keinem Fall mit einem rein kommerziellen Anbieter zusammenarbeiten. Deswegen fiel unsere Wahl am Ende auf die Werkstätten der Lebenshilfe in Bruchsal. In den sechs Werkstätten an den Standorten Bruchsal, Bretten und Graben-Neudorf können Menschen mit Handicap zeigen, was in ihnen steckt – nämlich viel Ehrgeiz, Talent und die Motivation, sich zu behaupten. Sie werden durch qualifiziertes Fachpersonal unterstützt. So können die rund 30 Mitarbeitenden im Bereich der Textilerzeugnisse die sogenannten Comebags sogar industriell und in größeren Stückzahlen fertigen. 90 Quadratmeter Bannerstoff reichten am Ende so für rund 120 Notebook-Taschen, die reißenden Absatz fanden. Und wir sammeln weiter …

Werbegeschenke, die Sinn machen

Auch mit einer anderen Behinderten-Einrichtung arbeiten wir seit Jahren erfolgreich zusammen: Mit „Lebendiges Lautenbach“. In der integrativen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach finden Menschen mit Assistenzbedarf ab dem 16. Lebensjahr ein sicheres Zuhause: mit einer Arbeit, die befriedigt, Freunde und Kollegen für einen erfüllenden Alltag, vielleicht sogar eine Partnerschaft fürs Leben. Jüngstes Projekt, das wir gemeinsam mit den Lautenbachern gestartet haben, sind unser neuen Mousepads. Sie sind nicht aus billigem Kunststoff gefertigt, sondern aus festem Leder mit einem geprägten Wilken Software Group, so dass sie nicht nur über Jahre haltbar sind, sondern durch den alltäglichen Gebrauch im Lauf der Zeit auch eine edle Patina entwickeln – ebenfalls ein Beispiel für nachhaltiges Marketing.

Und dies ist nur das jüngste Beispiel für nachhaltiges Marketing und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Behinderten. Denn schon in der Vergangenheit haben wir mehrfach gut motiviert mit den Lautenbacher Einrichtungen zusammengearbeitet und beispielsweise Demeter Tee von dort bezogen. Eine Zusammenarbeit, die inzwischen auch auf ganz anderer Ebene gelebt wird. So waren unsere Azubis ebenfalls im Rahmen eines Projekts am Bodensee, um Berührungsängste abzubauen und die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen verstehen zu lernen.

Absolut Wilken

Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen ist entscheidend für die Zukunft der Menschheit. So ist es kein Wunder, dass wir uns auch mit dem Thema Wasser beschäftigt und daraus eine Maßnahme für das interne Marketing entwickelt haben. Denn bislang sorgten die meisten Mitarbeiter oft selbst für ihre Versorgung mit Flüssigkeit. Dabei gehört Trinkwasser zu den am Besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Das Wasser aus dem Hahn ist somit eine absolut saubere und ökologische Lösung, die viele CO2-Emmissionen einspart, wie sie durch Förderung, Abfüllung und Transport entstehen – ganz abgesehen von den Millionen von Plastikflaschen, die dafür produziert und recycelt werden müssen. Nun muss man in einem Unternehmen gewisse Hygiene-Standards einhalten und kann den Mitarbeitern nicht einfach gestatten, Ihr Trinkwasser am Wasserhahn in der Toilette zu zapfen. Deswegen machten wir uns auf die Suche nach einem passenden System, dass unseren Anforderungen entsprach. Und wenn man mal anfängt, sich mit dem Thema Wasserspender zu beschäftigen, merkt man schnell, dass das eine Wissenschaft für sich ist. Aber am Ende fanden wir auch hier die perfekte Lösung. Seitdem haben wir bereits 3 Wasserspender in Ulm und Greven installiert, 2 weitere folgen im kommenden Jahr an anderen Standorten. Und weil nicht nur der Spender hohen Anforderungen genügen sollte, sondern auch die Behälter, in die das Wasser abgefüllt wird, haben wir unseren Mitarbeitern dieses Jahr ein ganz spezielles Geschenk gemacht: Fast 600 eigens gestaltetet „Absolut-Wilken“ Wasserflaschen, mit denen der Flüssigkeitspegel künftig während der Arbeit auf einem gesunden Level gehalten werden kann.

4
Kommentare

0 Personen haben diesen beitrag kommentiert

Meinungen

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.