Nachhaltigkeitswerkstatt – gemeinsam neue Wege gehen

Was heißt eigentlich Nachhaltigkeit? Was bedeutet das im unternehmerischen Kontext? Und wo wollen wir mit unserem neuen Nachhaltigkeitsmanagement eigentlich hin? Diesen Fragen widmeten sich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem zweitägigen Workshop am 3. und 4. Februar 2020 in Ulm. Ziel war es, ein gemeinsames Selbstverständnis zu schaffen. Denn wenn keiner weiß, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet, wird es schwer, an gemeinsamen Veränderungen zu arbeiten. So lieferte dieser Workshop für meine Aufgabe als neue Nachhaltigkeitsmanagerin zentrale Impulse für die Arbeit der kommenden Wochen und Monate.

Begriffe sauber definieren

Am ersten Tag wurden Begriffe gesammelt, geordnet, diskutiert. Denn die Frage ist, was eigentlich alles zur Nachhaltigkeit gehört? Umweltschutz und erneuerbare Energien waren natürlich naheliegend und wurden deswegen schnell genannt. Dass Nachhaltigkeit aber noch viele weitere Aspekte beinhaltet und auch soziale und ökonomische Dimensionen hat, war für einige von uns eine neue Erkenntnis. Nachdem dieser Dreiklang der Nachhaltigkeit – die Verbindung zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem – vermittelt war, kamen plötzlich auch ganz andere Begriffe an die Wand, wie Gewinnoptimierung statt Maximierung, Skillmanagement oder nachhaltige Beschaffung.

Darauf lässt sich aufbauen: Welche der gesammelten Themen sind für uns als Unternehmen relevant und warum? Klebepunkte wurden verteilt und Ansichten diskutiert. Drei Kleingruppen beschäftigten sich anschließend mit den tieferliegenden Werten in Bezug auf die ökonomische, ökologische und soziale Ebene. Leicht war dieser gedankliche Umschwung nicht. Warum ist es uns denn nun wichtig nachhaltig zu sein? Was steckt dahinter? Die Ergebnisse wurden vorgestellt und von den anderen Gruppen ergänzt. Am Ende stand die Erkenntnis, dass es um ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und die Verpflichtung zur Sicherung der ökonomischen Existenz des Unternehmens geht – und damit natürlich auch um die von uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Statement

An Tag 2 widmeten wir uns dann zuerst der Erarbeitung einer gemeinsamen Quintessenz. Auf Basis der im ersten Tag entwickelten Werte wurde ein Statement zur Nachhaltigkeit abgeleitet. Es wird nun als Orientierungsrahmen für die weitere gemeinsame Arbeit dienen:

„Als nachhaltig agierendes Unternehmen achten wir unsere Ressourcen und streben Klimaneutralität an. Wir übernehmen Verantwortung für soziale Gerechtigkeit und fairen Umgang miteinander, denn Menschen sind das Fundament unseres Erfolges. Wir legen einen hohen Wert auf nachhaltige Dienstleister und Partnerschaften und leben unsere klar definierten und transparenten Prozesse im Unternehmen. Unsere Softwareprodukte sind zukunftsorientiert, innovativ und auf Langfristigkeit ausgelegt. Sie bieten unseren Kunden somit einen ganzheitlichen Mehrwert.

Mit diesem unternehmerischen Selbstverständnis sichern wir die Zukunft unseres Unternehmens, unserer Mitarbeiter*innen und unserer Umwelt.“

Der Anfang wurde gemacht

Weiter ging es mit der Frage, wie wir dahin kommen, dieses Leitbild auch tatsächlich zu leben. Wieder teilten wir uns in Kleingruppen auf und arbeiteten eifrig an vier ausgewählten Themen: Prozesse, Kommunikation, nachhaltige Produkte und Work-Life-Balance. Zudem wurden bereits erste Maßnahmen definiert und Zuständigkeiten vergeben. Klar war dabei aber auch schnell, dass nicht alle Aspekte der Themen von heute auf morgen umgesetzt werden können. Denn nicht alle hängen allein vom Nachhaltigkeitsmanagement ab. Deswegen wird nun ein Steuerkreis, der sich auch aus Teilnehmer*innen des Workshops zusammensetzt, gemeinsam an diesen und vielen weiteren Themen weiterarbeiten. So können Veränderungen partizipativ und bereichsübergreifend entwickelt und umgesetzt werden.

Warum gibt es ein Nachhaltigkeitsmanagement?

Wir wollen uns als Unternehmen den gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenrückgang und sozialer Ungerechtigkeiten stellen und sehen in unternehmerischer Nachhaltigkeit gleichzeitig Verpflichtung und Chance, diese Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Aus diesem Grunde wurde die Stelle einer Nachhaltigkeitsmanagerin neu geschaffen. Seit November 2019 bin ich dafür verantwortlich, die bereits existierenden Nachhaltigkeitsbemühungen weiterzuentwickeln – gemeinsam mit der Geschäftsführung und vielen interessierten Kolleginnn und Kollegen. So werden wir künftig weitere kleinere und größere Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit gewinnbringend für das Unternehmen, die Gesellschaft und die Umwelt umsetzen.

Die Nachhaltigkeitswerkstatt war ein erster, erfolgreicher Schritt in diese Zukunft. Viele weitere Schritte werden folgen. Und in einem knappen Jahr ziehen wir dann Bilanz. Was wir erreicht haben und welche Maßnahmen wir umgesetzt haben kann man dann in unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht nachlesen – und natürlich auch wieder bei „W wie Wilken“.

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