PpSG: Pflegekräfte digital entlasten

Um Pflegekräfte zu entlasten, wird die Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen in den kommenden Jahren gefördert: Von 2019 bis 2021 können interessierte Einrichtungen einmalig Fördermittel beantragen und so bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten für eine Digitalisierungsmaßnahme beziehungsweise maximal 12.000 Euro pro Einrichtung finanzieren, so die Vorgabe des Pflegepersonalstärkungsgesetzes PpSG. Doch Digitalisierung nur um der Digitalisierung willen, ist wenig sinnvoll. Schließlich sollen die Ziele des Gesetzes unterstützt werden:

„Mit dem Entwurf eines Pflegepersonalstärkungsgesetzes werden Maßnahmen vorgesehen, mit denen dem Pflegekräftemangel bei gleichzeitig wachsendem Bedarf an guter Pflege wirksam begegnet werden können soll. Da der Pflegekräftemangel eine Vielzahl von Ursachen hat, setzt der Gesetzentwurf an einer Reihe von Handlungsschwerpunkten und Anreizen an, um die Personalausstattung durch attraktivere Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu erhöhen und damit auch die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen, Patientinnen und Patienten zu verbessern. Dies soll u.a. durch die Fortsetzung und Erweiterung des Krankenhausstrukturfonds sowie weiteren Fördermaßnahmen erreicht werden.“

Entwurf des Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals vom 24.09.2018

Der PpSG-Antrag ist nur das eine …

Welche Voraussetzungen für eine Förderung zu erfüllen sind, steht im April fest. Dafür muss dann ein entsprechender Antrag gestellt werden, was mitunter recht kompliziert werden kann – so zumindest unsere Erfahrungen. Doch viel wichtiger ist es, zuvor die richtigen Digitalisierungsmaßnahmen im Sinne des PpSG zu identifizieren. Denn 12.000 ist eine begrenzte Summe, die gezielt eingesetzt werden sollte. Nämlich genau da, wo man den größtmöglichen Effekt erzielen kann.

Mit einer Ist-Analyse starten

Zunächst muss die die vorhandene digitale Infrastruktur analysiert werden. Denn es geht darum, die Abläufe zu identifizieren, bei denen für eine tatsächliche Entlastung des Personals gesorgt werden kann. Dabei macht es wenig Sinn, einen bereits digitalisierten Prozess durch einen neuen zu ersetzen, wenn dadurch nur wenig gewonnen wird. Aber auch eine Software einzuführen, die einen bislang manuell umgesetzten Prozess unterstützt, ohne dass diese in die bestehende IT-Landschaft integriert werden kann, ist unsinnig. Wesentlich für den Erfolg einer umfassenden Digitalisierungsstrategie ist die Prozessintegration, die für einen durchgängigen Fluss aller Daten und Informationen sorgt.

Entlastungspotenziale gibt es in vielen Bereichen

Große Potentiale für die Entlastung des Pflegepersonals sehen wir in den Bereichen der Pflegedokumentation, Abrechnung von Pflegeleistungen sowie bei der Dienst- und Tourenplanung. Aber auch beim internen Qualitätsmanagement und bei der Erhebung von Qualitätsindikatoren kann die Digitalisierung enorm zur Entlastung von Pflegekräften beitragen. Da wir uns bei Wilken schon seit Jahren intensiv mit allen Abläufen in den Pflegeeinrichtungen beschäftigen, sind wir in der Lage, Optimierungspotenziale schnell zu identifizieren und zeitnah für eine spürbare Entlastung des Pflegepersonals zu sorgen. Dazu haben wir speziell für das PpSG ein spezielles Beratungspaket „PpS digital“ aufgesetzt. Somit können wir Pflegeeinrichtungen gezielt unterstützen, die richtigen Maßnahmen für die Digitalisierung ihrer Abläufe zu identifizieren. Mehr dazu zeigen wir auch auf der Messe „Altenpflege 2019 vom 2. bis 4. April 2019 in Nürnberg – Halle 7a, Stand B44.

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